Was brauche ich für die Messung?
Du brauchst einen Eimer mit einer 10-Liter-Markierung und eine Uhr, die Sekunden anzeigt. Stelle die Dusche so ein, wie du sie normalerweise benutzt. Halte den Eimer unter die Brause und stoppe die Zeit, bis die Marke erreicht ist.
So rechnest du Liter pro Minute aus
Teile 600 durch die gemessenen Sekunden. Braucht der Eimer zum Beispiel 50 Sekunden, lautet die Rechnung: 600 ÷ 50 = 12 Liter pro Minute.
Du kannst auch einen Messbecher mit 1 Liter verwenden: Teile dann 60 durch die gemessenen Sekunden. Ein Liter in 5 Sekunden ergibt ebenfalls 12 Liter pro Minute.
Wie viel Wasser braucht eine Dusche?
Multipliziere den gemessenen Durchfluss mit der Duschzeit. Bei 12 Litern pro Minute und 8 Minuten sind das 96 Liter. Die Rechnung geht davon aus, dass das Wasser die ganze Zeit mit derselben Einstellung läuft; Unterbrechungen und Änderungen der Stärke verändern das Ergebnis.
Was fange ich mit dem Wert an?
Zum Einordnen: Ein handelsüblicher Duschkopf liefert laut co2online etwa 12 bis 15 Liter pro Minute. Du kannst vor und nach einem Brausenwechsel unter vergleichbaren Bedingungen messen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt bei einem neuen Sparduschkopf einen Durchfluss unter 9 Litern pro Minute und rät, auf die konkrete Angabe statt nur auf Wörter wie „Eco“ zu achten.
Bei einem hydraulischen Durchlauferhitzer passt nicht jede Sparbrause: Solche Geräte schalten laut Verbraucherzentrale meist erst ab etwa 8 Litern pro Minute ein; ein geringerer Durchfluss kann das verhindern. Kläre die Eignung im Zweifel anhand der Angaben des Geräteherstellers.
Das aufgefangene Wasser lässt sich zum Beispiel zum Putzen weiterverwenden. War es kalt und enthält keine Reinigungsmittel, kannst du es auch zum Gießen verwenden.
Quellen
- Verbraucherzentrale: Warmwasser im Alltag sparen
- co2online: Wasserverbrauch beim Duschen und Baden
- co2online: Durchflussbegrenzer für die Dusche
Quellenstand: 28. Oktober 2026.