Welche Spuren sind möglich?
Die Larven von Kleidermotten können kleine, unregelmäßig verteilte Löcher in Wolle und anderen Materialien tierischen Ursprungs verursachen. Auch Gespinste oder kleine Krümel können Hinweise sein. Löcher allein beweisen die Art des Schädlings nicht. Sieh deshalb weitere Wollstücke und geschützte Stellen im Schrank an.
Was mache ich mit betroffenen Textilien?
Trenne verdächtige Stücke zunächst von unauffälliger Kleidung und beachte ihre Pflegeetiketten. Das Umweltbundesamt nennt Einfrieren als eine Möglichkeit gegen Larven: mindestens 36 Stunden bei minus 19 Grad Celsius oder kälter. Es empfiehlt, Maßnahmen über mehrere Wochen zu wiederholen. Prüfe zuerst, ob dein Gefriergerät diese Temperatur tatsächlich erreicht und das Textil dafür geeignet ist; ein übliches Gefrierfach garantiert diesen Wert nicht.
Wie schütze ich selten getragene Wolle?
Reinige Kleidung oder Decken mit Wollanteil vor längerer Aufbewahrung nach den jeweiligen Pflegeangaben. Das Umweltbundesamt empfiehlt, solche Textilien anschließend gut verschlossen zu verpacken, etwa in einem Kleidersack oder geeigneten Vakuumbeutel. Häufig benutzte Stücke solltest du regelmäßig kontrollieren und lüften.
Reicht eine einzelne Maßnahme?
Nicht unbedingt. Je nach Entwicklungsstadium wirken Maßnahmen unterschiedlich. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb eine Kombination und eine anschließende Erfolgskontrolle mit Lockstofffallen. Bei starkem oder wiederkehrendem Befall kann eine sachkundige Schädlingsbekämpfung Art und Ausmaß bestimmen.
Muss ich sofort ein Spray kaufen?
Das Umweltbundesamt rät, chemische Biozide möglichst zu vermeiden und zunächst geeignete vorbeugende und nichtchemische Maßnahmen zu nutzen. Falls du unsicher bist, welche Tiere du gefunden hast oder welche Textilien betroffen sind, lass dich fachkundig beraten, statt auf Verdacht im Schrank zu sprühen.
Quellen
Quellenstand: 28. Oktober 2026.