Den Abend in Situationen zerlegen
Schreibe drei konkrete Situationen auf: ein Buch lesen, mit Gästen am Tisch sitzen und entspannt auf dem Sofa reden. Notiere jeweils, wo das Licht gebraucht wird und ob die vorhandene Leuchte blendet oder Schatten wirft.
Grundbeleuchtung hilft bei der Orientierung im Raum. Zonenlicht unterstützt eine bestimmte Tätigkeit, beispielsweise das Lesen. Akzentlicht hebt einen Bereich hervor. Diese Unterscheidung ist nützlicher als die pauschale Forderung nach einer bestimmten Anzahl von Lampen.
Vorhandene Leuchten versetzen
Teste zuerst mit einer vorhandenen Tisch- oder Stehleuchte. Richte sie unterschiedlich aus und betrachte den Raum aus sitzender und stehender Position. Eine Lichtquelle, die vom Eingang angenehm erscheint, kann vom Sofa direkt ins Auge strahlen.
Vermeide, einen hell beleuchteten Leseplatz völlig dunkel zu umgeben. Prüfe ebenso Spiegelungen in Fernseher, Bildern und glänzenden Tischflächen. Das Ergebnis sollte für die tatsächliche Nutzung passen, nicht nur für ein stimmungsvolles Foto.
Bedienung und Stellplatz mitplanen
Eine Leuchte wird selten benutzt, wenn ihr Schalter hinter dem Sofa verschwindet. Prüfe deshalb Erreichbarkeit und Kabelweg. Kabel dürfen keine Laufwege kreuzen; Leuchten und Leuchtmittel müssen miteinander kompatibel sein und gemäß Anleitung betrieben werden.
Kaufe erst nach diesem Test die noch fehlende Funktion. Vielleicht fehlt ein gerichtetes Leselicht, während die allgemeine Raumbeleuchtung bereits genügt. Arbeiten an der festen elektrischen Installation gehören zum Fachbetrieb. Für die eigene Planung reichen zunächst sichere, bestimmungsgemäß genutzte Steckleuchten und ein genauer Blick auf ihre Wirkung.