Was ein Luftreiniger kann – und was nicht
| Aufgabe | Luftreiniger mit Filter | Lüften |
|---|---|---|
| Partikel und Aerosole verringern | Ja, abhängig von Filterklasse, Luftdurchsatz und Aufstellung | Ja, abhängig von der Außenluft |
| Ausgeatmetes CO₂ abführen | Nein | Ja |
| Feuchtigkeit nach Duschen oder Kochen abführen | Nein | Ja, 5–10 Minuten während und direkt danach |
| Störende Gerüche | Keine Lösung für die Quelle | Vermehrt lüften und die Ursache beseitigen |
So lüftest du ausreichend
Das Umweltbundesamt empfiehlt im Winter 2–3-mal am Tag etwa 5 Minuten pro Raum bei weit geöffnetem Fenster, im Sommer je nach Temperatur und Wind 10–20 Minuten. Das Schlafzimmer lüftest du morgens nach dem Aufstehen 5–10 Minuten und vor dem Schlafengehen. Die relative Luftfeuchte sollte zwischen 40 und 60 % liegen. Weitere Grundlagen stehen in Raumklima im Alltag.
Wenn du ein Gerät kaufst: diese Angaben zählen
- Filterklasse: Nur Filter der Klassen H13 oder H14 entfernen laut Umweltbundesamt Viren vollständig aus der angesaugten Luft. Filter der Klassen F7 bis F9 lassen einen Teil der Partikel durch.
- Luftdurchsatz: Für Klassenräume nennt das Umweltbundesamt als Richtwert mindestens das Sechsfache des Raumvolumens pro Stunde. Übertragen auf ein Zimmer mit 15 m² und 2,5 m Höhe (37,5 m³) wären das rund 225 m³ pro Stunde. Die Leistung sollte sich an die Raumgröße anpassen lassen.
- Lautstärke: Filtergeräte können laut sein. Prüfe die Herstellerangabe zur Geräuschentwicklung bei der Stufe, die du tatsächlich brauchst.
- Filterwechsel: Je nach Staub- und Partikelbelastung nach etwa einem halben bis einem Jahr. Plane Kosten und Zugänglichkeit des Filters mit ein.
- Aufstellung: Ansaug- und Ausblasrichtung entscheiden darüber, wie viel Raumluft das Gerät erfasst. Stell es nicht in eine Nische, in der es nur seine eigene Abluft wieder ansaugt, und halte die laut Anleitung nötigen Abstände ein – siehe auch Technik im Regal belüften.
Diese Geräte meidest du
- Ozon-Geräte: Die gezielte Behandlung von Raumluft mit Ozon lehnt das Umweltbundesamt grundsätzlich ab; solche Geräte sind für Räume mit Personen ungeeignet.
- Ionisations- und Plasmageräte: Sie können Ozon erzeugen. Kauf sie nur, wenn der Hersteller angibt, dass kein Ozon in den Raum gelangt, und eine Wirksamkeitsprüfung vorlegt.
- Offene oder mobile UV-C-Geräte: UV-C-Licht ist für Augen und Haut gefährlich; in Privatwohnungen sieht das Umweltbundesamt solche Geräte kritisch.
Die UBA-Angaben zu Luftdurchsatz und Filtern stammen aus der Bewertung für Schulen (Stand 2021/2022); für die Wohnung sind sie eine Orientierung, keine Norm.
Quellen
- Mobile Luftreiniger ergänzen das Lüften — Mobile Luftreiniger entfernen weder CO2 noch Wasserdampf und sind nur Ergänzung zum Lüften.; Nur HEPA-Filter H13/H14 entfernen Viren vollständig aus der angesaugten Luft; F7–F9 lassen einen Teil durch.; Richtwert mindestens sechsfaches Raumvolumen pro Stunde (Beispiel 200 m³ → 1.200 m³/h); Leistung an Raumgröße einstellbar.; Filterwechsel nach etwa einem halben bis einem Jahr; Filtergeräte können laut sein.; Ozonbehandlung lehnt das UBA grundsätzlich ab; Ionisation/Plasma kann Ozon erzeugen; UV-C in Privatwohnungen kritisch.; Ansaug- und Ausblasrichtung entscheidend für die Wirkung.
- Wie lüfte ich richtig? — Winter 2–3-mal täglich ca. 5 Minuten pro Raum, Sommer 10–20 Minuten; Schlafzimmer morgens 5–10 Minuten; Bad/Küche 5–10 Minuten während und nach Kochen/Duschen.; Relative Luftfeuchte 40–60 %.
- Wohnhygiene und Haushaltprodukte — Statt störende Gerüche zu überdecken, besser vermehrt lüften und die Ursache bekämpfen.
Quellenstand: 25. Oktober 2026.